Nachtrag, Hamburg im Februar 2019 Yannick bat mich seine Bilder nicht mehr zu verwenden, denn: „Ich lebe ja sehr straight und unerkannt innerhalb meines Umfeldes und lege großen Wert darauf, dass meine Vergangenheit keinen auffälligen Zugang mehr in mein jetziges Leben findet.“ Fotos, auf denen er zu erkennen ist, wurden deshalb aus dem Post gelöscht.…
Heiligenhaus bei Düsseldorf im Februar 2014 Andrea erwartet mich am Flughafen. „Vor ein paar Jahren noch hätte ich es nicht für möglich gehalten, dass ich einmal ein eigenes Haus haben würde. Jetzt lebe ich mit meiner Freundin und unseren zwei Kindern in unserem Fachwerkhaus etwas außerhalb von Düsseldorf.“ So hatte Andrea mir in ihrer ersten…
„Sehen Sie mich bitte nicht so an, ich weiss dass ich etwas seltsam aussehe….. nein ich bin kein Würfel, ich bin eine verbeulte Kugel….. ja ich weiss dass ich ähnlich aussehe, wie ein sehr seltsamer Würfel, aber das liegt daran dass ich eben kein Würfel bin sondern eine verbeulte Kugel.
Hamburg im Februar 2015 Für unseren Termin war Marie gestern noch mal beim Friseur. „Das sah echt gut aus, als ich da rauskam! Beim Friseur haben Sie ja diesen super Fön. Und dann kommst du nachhause zu deinem 10 € Fön und sagst: Haare macht mal wusch! Aber nix wusch!“ Marie ist meine Tochter. Was…
„Wenn ich eine Frau kennenlerne, mit der ich mir eine Beziehung vorstellen könnte, lauert da immer ein Päckchen, das ich ihr irgendwann vor die Füsse schmeißen muss.“ Yannick
Berlin, im September 2014 In Konstantins Mittagspause treffen wir uns in einem Park in Prenzlauer Berg. „Irgendwie laufe ich ständig in Filmkameras seit ich in Berlin lebe. Bei Sonnenschein verbringe ich meine Mittagspause häufig in diesem Park und genieße die Sonne. Einmal bauten sie direkt vor meiner Nase ein Filmset auf. Da saß dann mal…
„Hast du denn noch Termine frei während Deiner Zeit in Berlin? Wenn ja, wäre ich gerne dabei.“ Jenny sitzt mir beim Transistortreff, einem Stammtisch in Potsdam für Menschen mit transidentem Hintergrund, gegenüber. Blondes, schulterlanges Haar, eine Brille, die ihr Gesicht schön rahmt. „Warte, wenn Du jetzt anfängst zu fotografieren, muss die Brille weg! Kein…
“Ich war mein Leben lang immer auf der Suche nach einem Schlüssel, um mein eigenes inneres Ich endlich zu verstehen. Ich war praktsich am Boden – und keiner konnte es sehen. heute stehe ich mitten im Leben – und verstecke mich nicht mehr. Weil ich endlich das leben kann, was ich immer war.” Xenia